Gärtnern von zuhause aus: Wenn der Alltag blüht

Du benötigst keinen Garten, um zuhause zu gärtnern. Verschönere deine direkte Umgebung und verpasse deinem Alltag mehr Grün und Bunt – denn das zahlt sich auch kulinarisch aus.

Kürzlich fragten wir bei uns im Büro herum, wer sich gelegentlich oder oft als Gärtner:in betätigt. Wirklich spannend war eine deutliche Gemeinsamkeit: Fast alle waren sich einig, dass Gärtnern eine sehr achtsame Seite hat. Für manche nimmt es sogar meditative Züge an.

Grund genug, sich dem Gärtnern in den eigenen vier Wänden und darüber hinaus zu nähern.

Willkommen auf Balkonien

Garten vorm Haus, geräumige Parzelle, gemietetes Fleckchen zum Gemüseanbau – oder einfach der Balkon. Als Berliner Unternehmen denken wir automatisch großstädtisch. Zwar verfügt nicht jede Wohnung über einen Balkon, doch viele haben das Glück.


Tipps für Deinen Balkongarten

Die Blumenwelt ist riesig und bietet für alle Menschen passende Farben, Formen und Gerüche. Und das nicht nur im Frühling oder Sommer, denn vom Schneeglöckchen bis zum Elfen-Krokus gibt es auch etliche Winterblüher.

Abgesehen vom rein ästhetischen Wert kann der Balkon als unterstützendes Element für Selbstversorgende fungieren. Einsteiger starten beispielsweise mit Radieschen, Möhren und Zucchini, bevor sie sich an den anspruchsvolleren Anbau von Eisbergsalat und Co wagen – auch Erfolgserlebnisse sind wichtig, um die Motivation fürs pflegebedürftige Grün nicht eingehen zu lassen.

  1. Baue entsprechend den Verhältnissen an:
    Rosmarin und Chilis mögen beispielsweise viel Sonne
  2. Achte auf die Temperaturen:
    Tomaten benötigen keine direkte Sonne, sondern vor allem Wärme
  3. Verhindere einen Wasserstau in Töpfen:
    Zum Beispiel durch unten platzierte Steine oder Ziegel

Wer hat die schönste Fensterbank?

Wenn Du keinen oder maximal einen französischen Balkon hast, eignet sich auch die Fensterbank zum heimischen Gärtnern. Sehr beliebt sind Kräuter verschiedener Art, die in der Küche direkt zum Einsatz kommen können – zum Beispiel:

  • Petersilie
  • Basilikum
  • Schnittlauch
  • Oregano
  • Thymian
  • Kresse
  • Dill

Wenn Du Kräuter kaufst, topfe sie unbedingt um – das Plastikgefäß aus dem Supermarkt gilt nur für den Transport. Danach ruhen die Kräuter lieber in Kästen oder Tontöpfen, die mindestens doppelt so groß wie der Transporttopf sein sollten. Nur dann kann die Pflanze zufrieden wachsen.


Die Gattung Minze zum Beispiel weist eine große Arten- und Sortenvielfalt auf. Je nach Art und Sorte werden die frischen oder getrockneten Blätter der Minze als Tee bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Übelkeit oder Koliken eingesetzt. Minzen gedeihen an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Der Boden sollte humus- und nährstoffreich sein. Auf Terrasse und Balkon pflanzt man sie am besten in Töpfe mit torffreier Erde und stellt sie halbschattig auf.

https://www.mein-schoener-garten.de/pflanzen/minze

Aus der Krise gärtnern

Die Coronapandemie hat einen wahren Garten-Boom entfacht. Etliche Menschen haben ihr grünes Hobby neu entdeckt oder ausgebaut, weil sie durch Heimarbeit mehr zuhause waren. Noch weiter gedacht: Wer Gemüse und Kräuter selbst erntet, muss seltener in den Supermarkt gehen.

Gärtnern ist ein Hobby, das uns Geduld abfordert. Und genau hier liegt der aus unserer Sicht größte Vorteil: eine Entschleunigung. Während das digitale Zeitalter immer schneller wird, benötigen wir Lebensinhalte, die uns hin und wieder freundlich, aber bestimmt das Stoppschild vor die Nase halten.

Und nicht zuletzt ist das „Zuhause-Gärtnern“ ein gemütsschmeichelndes Rundumpaket. Während der eigentliche Akt uns buchstäblich erdet, beruhigt der beobachtende Prozess des Wachstums und auf einem prachtvollen Balkon können wir letztlich wunderbar entspannen.

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